Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat angekündigt, das BAföG in der kommenden Bundestagslegislatur reformieren zu wollen. Der fzs, bundesweiter Dachverband von Studierendenschaften, erklärt hierzu:

„Eine Reform ist dringend notwendig. Doch mit der Lockerung der Altersgrenzen und der Regelstudienzeit kratzt die Ministerin weiterhin lediglich an der Spitze des Eisberges. Die letzten drei Reformen seit 2008 unter CDU-Führung haben am Sinkflug der Förderquote und der steigenden Armut von Studierenden nichts geändert, weil die Unionsparteien sich einer Reform, die Bildungsungerechtigkeit nachhaltig entgegenwirkt, verweigern. Hierbei klammern sich die Unionsparteien an die Idee der familienabhängigen Förderungen wie an den Anker eines sinkenden Schiffes,“ meint Iris Kimizoglu (fzs Vorstand).

„Um chancengerechte Bildungsteilhabe in Deutschland zu ermöglichen, muss das BAföG grundlegend verändert werden. Primär gilt es, das BAföG wieder zu einem Vollzuschuss zu wandeln, die Elternfreibeträge sofort an mittlere Mittelschichtseinkommen anzupassen und das Modell mittelfristig familienunabhängig umzugestalten. Ob dies unter einem ideologisch CDU-geführten Ministerium jedoch passiert, ist fraglich. Denn dies würde bedeuten, mit der Tradition der kleinbürgerlichen Familie zu brechen,“ meint Jonathan Dreusch (fzs Vorstand).

Mehr Informationen zum BAföG und zu Reformvorschlägen finden sie grafisch und textlich aufbereitet hier: https://bafoeg50.de/

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